Abmahnung wegen Adsense Werbung
Samstag, 06. Okt 2007 (16:37) gsyi
Ich finde es wirklich krass, dass man heute auch schon wegen Adsense Anzeigen abgemahnt wird:
Gestern flatterte mir per Einschreiben eine Abmahnung von einem Lebensmittelverein ins Haus mit dem Betreff: Abmahnung bzgl. Werbung für „Domainname entfernt“
Zuerst dachte ich, es handelt sich um einen Fehler. Doch beim Lesen der ersten Seite wahr klar, dass Sie mich meinen.
Folgender Auszug:
„Auf der Internetseite auf der sich auch Ihr Impressum befindet, findet sich der Hinweis: In 1 Monat bis zu 16 kg schnell abnehmen ohne JOJO. Der neue Fettkiller. 100 % Garantie.“
Das darunter der Hinweis, „Google Anzeige“ stand wurde mal eben ignoriert.
Wenn man dann weiter liest, hat man anscheinend den ganzen Scheiß nur wegen 160,- € gemacht
Der Verein fordert nun eine Unterlassungserklärung für die Aussagen auf der fremden Website und einen Betrag in Höhe von 160,00 für die entstandenen Kosten.
via: PM-Job.de
Postname: Abmahnung wegen Adsense Werbung
Kategorien: Recht










18 Kommentare Kommentar abgeben
1. Steve | Oktober 7th, 2007 um 2:02 | Commentlink
Schick den Arschgeigen ne Bombe ins Haus. So ein Gesocks gehört ausgerottet!
2. Markus | Oktober 8th, 2007 um 10:46 | Commentlink
Hey, das ist ja mal ein geiles Geschäftsmodel
Schritt 1:
Erstelle ein Adwords Account
Schritt 2:
Schreibe abmahnfähige Werbetexte
Schritt 3:
Schaue in deinen Adwords logs nach, auf welchen Adsens Partnerseiten die Anzeige geschalten wird
Schritt 4:
Lasse diese Seiten Abmahnen und hoffe darauf dass eine Panikartige Zahlung der Strafe erfolgt.
Wasn das für ein Verein? Vielleicht machen die ja auch Adwords
Gruß Markus
3. Heiko | Oktober 14th, 2007 um 2:38 | Commentlink
@Markus:
Wenn du noch einen Partner für deine geniale Geschäftsidee suchst, sag bescheid *lach*
Nein, mal im Ernst:
Was ist denn das für ein BullShit?
Abgemahnt wegen ‘ner Adsense-Anzeige? Die rechnung würde ich an Google weiterleiten
4. Web 2.0 | Oktober 20th, 2007 um 23:35 | Commentlink
Aber im Grunde ist das doch jetzt nicht vertretbar oder?
Musst du zahlen… obwohl die einen Fehler gemacht haben… bzgl. des nicht erkennens der Google Adsense Anzeige…?
5. Frank | Oktober 25th, 2007 um 21:00 | Commentlink
Leider ist die ganze Abmahnerei mittlerweile zu einem miesen Geschäft verkommen.
Ich denke nur an den Fall der 500€ Abmahnung wegen eines Brötchen Fotos…
6. Peter Schulze | Oktober 28th, 2007 um 11:29 | Commentlink
Ist echter Miist, dass das dir passiert ist. Ist wirklich nur noch Abzocke, diese Abmahnerei…
7. Konstantin Matern | Oktober 31st, 2007 um 11:00 | Commentlink
Mich würde mal interessieren, wie du jetzt handelst =) Ist sicherlich nicht ganz uninteressant, weil das ja praktisch jedem passieren kann.
8. Yamedo | November 9th, 2007 um 19:33 | Commentlink
Das ganze hat System - egal ob da jemandem etwas aufstößt oder jemand den Inhalt einer Webseite nach seinem Geschmack verändern möchte.
Wir haben öfter mit so etwas zu tun und ich würde in diesem Fall sagen: gar nichts machen - Abmahnung in den Papierkorb.
Rechtlich ist die Sache absolut klar und eine Klage werden die nicht einreichen. Streitwert 160.- — vor dem Amtsgericht braucht man noch nicht einmal einen Anwalt dafür.
Außerdem müssten die noch an Eurem Wohnort klagen — das machen die nie und nimmer (totlach).
Eine andere Variante bei berechtigteren Dingen ist - Unterlassungserklärung unterzeichnen unter Vorbehalt - Kostennote durchstreichen, ebenso wie die Wiederholungsklausel und faxen. Nicht mit der Post.
Dazu ein Anschreiben:
ihre gemeldeten Verstösse fallen nicht unter die Erheblichkeitsgrenze, deswegen lehnen wir eine Übernahme der Kostennote ab.
Und schaut Euch die langen Gesichter der Anwälte an.
Warum?
Jetzt müssen die die Kostennote einklagen (paar Hunderter) und nicht den ursprünglichen Streitwert der Sache :-)))
9. Marc Klein - seo | November 10th, 2007 um 5:20 | Commentlink
Nützliche Information. Werde diesen Blog öfter besuchen
Die Anwälte sind das letzte !!! Die Idee mit der Bombe ist gut hehe
10. seo | November 11th, 2007 um 8:22 | Commentlink
“nachweisen” könnte das doch eigentlich nur google - und die können doch nicht einfach die kw rausgeben, sonst wäre das ziemlich krass. der name bzw. die marke wird zwar angezeigt, könnte ja aber auch rein theoretisch aus einem schreibfehler entstanden sein. wie auch immer - wirklich pimmelig einige der markeninhaber…
11. Michael Brandt | November 13th, 2007 um 13:53 | Commentlink
Ne Abmahmung wegen Adsens Werbung…
So was gibt es auch?
Würde ich gleich an Google weiterleiten.
12. Ronny | Februar 19th, 2008 um 8:29 | Commentlink
Manche scheinen sich wirklich mit Abmahnungen eine Goldene Nase verdienen zu wollen. In dem Fall oben, denke ich aber eher, das da ein paar “Wenigwissende” gehandelt haben…
Gruß
Ronny
13. Honigbaerli | Februar 19th, 2008 um 23:31 | Commentlink
da bin ich mal gepannt was da raus kommt!
aber warscheinlich gehts da um geld zu verdienen und die meinen wohl mit angst machen erreichen die was..hoffentlich bei dir nicht!
14. Ben | April 18th, 2008 um 22:09 | Commentlink
Nun ja ein Haftungsauschluss kann da sehr gut entgegenwirken. Wenn du den nicht drinne hast dann musst du zahlen, weil du dafür verantwortlich bist was bei dir auf der seite angezeigt wird. Deswegen habe ich auf meinen seiten überall einen Haftungsauschluss für fremde Inhalte.
15. Colostrum | April 21st, 2008 um 13:26 | Commentlink
Wann wird in Deutschland endlich diese abmahnerei abgemahnt?
Mittlerweile ist es doch im Internet- sowie im Geschäftsleben fast nicht mehr möglich abmahnfrei sein Hobby oder Geschäft nachzugehen. Wir sollten evtl. mal eine Petition einreichen für ein abmanhfreies Deutschland. Kennt jemand die internationalen Regeln, bzw. europäischen wie und in welcher Form abgemahnt werden kann/darf?
16. Stefan | März 19th, 2009 um 10:49 | Commentlink
Hallo Leute!
Ich kenne das Problem als Abmahn-Betroffener. Ich habe in den letzten 6 Monaten insgesamt 6 Abmahnungen wegen diverser Unsinnigkeiten (so dachte ich anfangs auch) erhalten.
Aufgrund der anwaltlichen Beratungen hat sich mein Bild allerdings ein wenig geändert. Ich bin eben wegen dieser Abmahnungen jetzt in die Lage gekommen, viel Geld für die Sicherheit meines Onlineshops auszugeben. Natürlich zuzüglich der Abmahnkosten.
Nun schaue ich mich im Internet um und sehe, dass meine Konkurrenten dieses Geld offenbar nicht ausgeben, weil sie falsche Angebote präsentieren oder unzulässig werben.
Ich sehe es jetzt einfach nicht mehr ein, dass ich der Blöde bin, der sich viel Mühe für die Einhaltung gewisser Standards gibt und dafür auch Geld investiert und einige um mich herum dies nicht machen.
Spätestens dann, wenn man diejenigen freundlich darauf hinweist und am Telefon gesagt bekommt, man soll doch seine Nase in die eigenen Angelegenheiten stecken, beginnt man darüber nachzudenken, ob man nicht den Weg über Anwälte wählt.
17. T-Shirt | Juni 25th, 2009 um 12:24 | Commentlink
Wie ist diese Sache nun geendet? Mußtest du bezahlen?
18. Webdesign | September 20th, 2011 um 21:20 | Commentlink
Zum Glück war ich noch nie von einer Abmahnung betroffen. Aber einen Anwalt für alle Fälle sollte man immer in der Hinterhand haben.
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