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MFA und Smartpricing Theorien

Mittwoch, 07. Jun 2006 (17:39) gsyi

Wie immer gibts wieder mal was Interessantes im Webmasterworld Forum. Der Threadersteller erklärt seine Theorien über das Einschleichen von MFA-Seiten in den eigenen Adsense-Anzeigen.

MFA steht für Made for Adsense und sind meistens Seiten, auf denen sich auch Adsenseblöcke befinden. Das Ziel von solchen Seiten ist es, durch möglichst viel unqualifizierte Traffic (dadurch auch niedrigere Klickpreise, meistens 1-10cent pro Klick) von Adwords oder Yahoo Search Marketing die maximale Anzahl an Klicks zu erzeugen. Dadurch, dass der Traffic billiger als die Klicks auf die eigenen Adsenseanzeigen eingekauft wurde, generiert der Betreiber einer solchen Seite seine Einnahmen.

Wie allgemein bekannt, zeigt Google die teuersten Adsense-Anzeigen immer im ersten Banner. Das “teuer” bezieht sich jedoch nicht auf die Klickpreise, sondern auf die eCPM (effektive CPM), was auch oft TKP oder Kosten je 1000 Impressionen genannt. Wie im Adsense Glossar zu finden ist, berechnet sich die eCPM im Adsense aus der folgenden Formel:

Umsätze ÷ PI´s ÷ 1000 = eCPM

Wenn ich also 150 € mit 100.000 PI´s einnehme, macht das eine eCPM von 1,5 €:

150 ÷ 100.000 ÷ 1.000 = 1,5 €

Wenn man weiter logisch denkt, ist die Formel für die Einnahmen:

PI´s * CTR (Klickrate) * Ø-EPC (Klickpreis)

Erhöht man die CTR (Klickrate) durch clevere Werbesprüche und leere Versprechen, könnte man also auch mit einer niedrigeren EPC (earning per klick) gute Platzierungen in den Publisher-Werbeblöcken gelangen.

Doch was sagt uns das alles?
MFA-Seiten bringen oft eine low Conversion Rate und beeinflussen daher die wöchentlich durchgeführte Smartpricing-Berechnung negativ. Da das Smartpricing die Qualität des ganzen Accounts bewertet, leiden auch andere Seiten, die normalerweise eine gute Performance haben, darunter, wodurch nur noch billigere Anzeigen von Google geliefert werden.

Als Gegenmaßnahmen empfiehlt der Autor weniger Werbeblöcke auf einer Seite einzusetzen und Seiten mit low EPC rauszufiltern. Die zweite Methode ist jedoch traffic- und zielgruppeabhängig. Bei Themen wie “American Bulldogs” muss man sich auch nicht wundern, dass nur billige Anzeigen geliefert wird. Zudem scheitert der Filter meistens auch an der Erkennung von MFA-Seiten, da Google die EPC-Daten nicht preisgibt. Derzeit arbeite ich jedoch bereits an einem Verfahren zur Erkennung von MFA-Seiten und werde wahrscheinlich zukünftig mehr darüber berichten.



3801 x gelesen

Postname: MFA und Smartpricing Theorien
Kategorien: PPC Marketing

2 Kommentare Kommentar abgeben

  • 1. Phänomen Smart Pricing &&hellip  |  September 12th, 2006 um 8:41  |  Commentlink

    [...] Auch in diesem Beitrag des Webmaster und SEO-Blogs findet man Lösungsansätze für das Smart Pricing Problem: [...]

  • 2. Victor  |  April 3rd, 2010 um 12:31  |  Commentlink

    Ziemlich interessant deine Theorie, aber ob das auch so in der Praxis ist, ich benutze MFA Blog und wennn ich meine reduzieren würde dann würde ich mit sicherheit weniger bekommen.

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