Amnesty International stellt Jahresbericht vor
Donnerstag, den 28. Mai 2009In einer ihrer regelmäßigen Einschätzung der Weltlage und der globalen Menschenrechtsproblematik kommt die bekannte Organisation Amnesty International zu einem verheerenden Ergebnis: In vielen Bereichen hat sich die Wirtschaftskrise in gravierendem Maße auf die Menschenrechtslage ausgewirkt. Und dies keineswegs zum Positiven. Dies zeigen die Fakten im Jahresbericht von Amnesty International auf erschreckende Art und Weise.
So sind im – man muss es so formulieren - günstigsten Fall am Ende rund 500 Millionen Menschen durch die Krise in die Armut gedrängt. Im günstigsten Falle deshalb, weil es durchaus bis zu 90 Millionen Menschen weltweit betreffen könnte. Darüber hinaus seien Menschen ohne ausreichende finanzielle Mittel im öfter und stärker von Gewalt betroffen, in der Mehrheit ist es den Betroffenen nicht mögliche ihre Rechte durchzusetzen. Die Fakten sprechen eine harte Sprache.
Insgesamt haben momentan etwa vier Milliarden Menschen keinen Zugang zur so genannten Gerichtsbarkeit. Insbesondere in Afrika ist die Lage weiterhin dramatisch, vielfach hat sie sich wesentlich zugespitzt. Kritik richtet sich vonseiten Amnestys etwa gegen den Senegal, doch auch China ist weiterhin in Sachen Meinungsfreiheit und Menschenrecht nicht gerade mit einer Vorbildfunktion gesegnet. Deutschland hingegen wird erneut kritisiert. Durch Abschiebungen Terrorverdächtiger in Länder, in denen Folterpraktiken erlaubt sind, leiste Deutschland der Folter indirekt Vorschub.





