Deutsche Geiseln aus Ägypten nun im Sudan
Dienstag, den 23. September 2008Ein typischer Urlaub sollte es für die Reisegruppe werden, der nun in einer menschlichen Tragödie gipfelte, hoffentlich jedoch nicht enden wird. Die fünf deutschen Touristen waren in Ägypten gemeinsam mit den anderen Reisenden in der Wüste in Richtung sudanesischer Grenze unterwegs, als sie den Entführern zum Opfer gefallen sein sollen.
Angeblich handelt es sich bei den Geiselnehmern um Nomaden aus der Gebirgsgegend, die nun die Reisegruppe in ihrer Gewalt haben und erste Forderungen gestellt haben sollen. Wie hoch das geforderte Lösegeld genau sein soll, darüber gehen die Spekulationen derzeit auseinander.
Scheinbar auch deshalb, weil es bei den Entführern selbst unterschiedliche Aussagen zur Höhe gibt, wie Ägyptens Tourismusminister Garana durchblicken lässt. Die höchste genannte Forderung wird derzeit auf umgerechnet gut 4,15 Millionen Euro beziffert.
Die neuesten Meldungen gehen dahin, dass die Geiselnehmer mit den Geiseln inzwischen in den Sudan geflüchtet seien. Dort wird sich die Suche der Behörden aufgrund des schwierigen Geländes wegen noch schwieriger gestalten als bisher.
Die Diplomaten in Ägypten gehen nicht von einem Unterfangen mit islamistischem Hintergrund aus, eben weil die Täter zügig finanzielle Forderungen gestellt haben.





