Ein erstaunliches wie beängstigendes Ergebnis für die Herren der Schöpfung förderte eine Studie an der kanadischen University of Lethbridge zu Tage. Sollte es einmal mehr der Fall sein, dass Testergebnisse an Mäusen auch auf den Menschen übertragbar sind, dann heißt es in den Schlafzimmern bald „Liebling, ich hab heute keine Luft“ …
Feinstaub, also der gute alte Smog, wirken sich laut der Studie der Wissenschaftlerin Olga Kovalchuk und ihres Teams bedenklich negativ auf das Erbgut der kleinen Nager aus. Im Verlauf der Studie wurden über einen Zeitraum von Wochen Mäuse an Hauptverkehrsstraßen und in der Nähe und in der Nähe von Stahlwerken gebracht. Schon nach drei Wochen zeigten sich erhebliche Veränderungen in der DNA.
Einige der Auswirkungen wurden vom Organismus nach dem Ende der Studie wieder ausgeglichen, andere Veränderungen blieben dauerhaft im Mäuse-Erbgut erhalten.
Aus anderen Studien weiß man inzwischen, dass solche Ergebnisse durchaus auch auf den Menschen übertragbar sind. So besteht die Möglichkeit, dass derartige Umweltbelastungen wie in deutschen Großstädten etwa nicht nur direkt die Gesundheit beeinflussen und zu Erkrankungen wie Lungenkrebs und chronischer Bronchitis führen, sondern auch die nachfolgenden Generationen betreffen können.
Sollten sich diese Vermutungen bewahrheiten, stehen vermutlich bald die nächsten Klagen gegen die Konsequenzen von Verkehrsbelastungen für die Bürger ins Haus.
Tags: DNA, feinstaub, Kanada, Studie
Der Beitrag wurde am Samstag, den 19. Januar 2008 um 13:20 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.